Als Volkswirtschaft werden alle Wirtschaftseinheiten bezeichnet, die innerhalb eines Wirtschaftsraumes Verbindungen zueinander unterhalten und voneinander abhängig sind. Auch der Wirtschaftsraum selbst kann als Volkswirtschaft bezeichnet werden, wie etwa die deutsche Volkswirtschaft. Als Wirtschaftseinheiten gelten private Haushalte, Unternehmen sowie öffentliche Haushalte, öffentliche Betriebe und Verwaltung. Wirtschaftseinheiten können auch als Wirtschaftssubjekte bezeichnet werden.
Das Bruttoinlandsprodukt
Eine Volkswirtschaft lässt sich anhand verschiedener Merkmale charakterisieren und mit anderen Volkswirtschaften vergleichen. Als wichtigstes Kriterium dient das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zur Messung der Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Es bezeichnet alle Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres innerhalb eines Wirtschaftsraumes für den Endkonsum hergestellt werden. Durch eine Veränderung des BIP lässt sich das Wirtschaftswachstum oder der Wirtschaftsabschwung einer Volkswirtschaft bestimmen. Entstehung, Verwendung und Verteilung des BIP wird in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung statistisch aufbereitet.
Einkommensverteilung
Weitere Indikatoren zur Charakterisierung sind die Einkommensverteilung auf die einzelnen Wirtschaftseinheiten. Hiermit kann eine Ungleichheit zwischen den einzelnen Wirtschaftssubjekten identifiziert werden. Des Weiteren bilden die sektorale, regionale oder personelle Gliederung eines Wirtschaftsraumes (Wirtschaftsstruktur), das Preisniveau zur Bestimmung der Knappheit von Gütern sowie der Grad der Beschäftigung und der Arbeitslosigkeit wichtige Merkmale zur genaueren Bestimmung einer Volkswirtschaft. Der Austausch von Waren, Dienstleistungen und Kapital mit den Wirtschaftseinheiten anderer Volkswirtschaften wird als Außenhandel bezeichnet.
Entwicklung
Die Entwicklung der Wirtschaftslage einer Volkswirtschaft unterliegt regelmäßigen Schwankungen (Konjunktur). Die Einteilung eines Konjunkturzyklus erfolgt dabei in vier Phasen: Aufschwung (Expansion), Hoch (Boom), Abschwung (Rezession) und Tief (Depression).
Als Teil der Wirtschaftswissenschaften beschäftigt sich die Volkswirtschaftslehre mit der Volkswirtschaft als Untersuchungsgegenstand. Diese bedient sich abstrakter Modelle, die sich mehr an grundsätzlichen Gesetzmäßigkeiten und weniger an der Wirklichkeit orientieren.











