Für die Zukunft der Erde sind die Wälder von entscheidender Bedeutung: Für die allermeisten an Land vorkommenden Tiere und Pflanzen sind sie der einzige Lebensraum, sie versorgen uns mit Nahrung und Baumaterial, erzeugen Heilpflanzen und Wasser und und sind von zentraler Bedeutung für das Erdklima.

Darüber hinaus stellt der Wald aber auch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.
30 % der Gesamtfläche Deutschlands sind bewaldet, das sind circa 11,1 Millionen Hektar Wald. Die Hälfte der bestehenden Wälder sind in Privatbesitz. Dabei ist die nun bestehende Verteilung von Wald, Landwirtschaftsflächen und Siedlungs- und Verkehrsflächen über Jahrhunderte hinweg durch menschliche Eingriffe erschaffen worden. Der so verbliebene Wald ist ein Wirtschaftswald, wie ihn der Mensch geprägt hat. 9 Millionen Hektar werden durch etwa 28.000 forstwirtschaftliche Betriebe und 1,5 Millionen Hektar durch etwa 230.000 Landwirte bestellt.

Forstwirtschaft in Europa

Trotz rückläufiger Tendenzen bietet die Forstwirtschaft in Europa Arbeit und Lebensunterhalt für einige tausend Menschen. Forstbetriebe erzielen den größten Teil ihrer Umsätze durch den Verkauf von Holz.
Wälder liefern aber auch zahlreiche andere unerläßliche Rohstoffe. Dazu zählen auch Früchte, Fasern, Farbstoffe, Fleisch, Fisch und Medizinalpflanzen. Die Nichtholz-Produkte des Wirtschaftsfaktors Wald haben ein weltweites Handelsvolumen von 7,5 bis 9 Milliarden US-Dollar.

Forstwirtschaft als Dienstleister

Zudem erbringt die Forstwirtschaft Dienstleistugen, welche jedoch mangels gesetzlicher Grundlage in der Regel nicht entlohnt werden. Dazu zählen Naherholung und Tourismus, aber auch Bau und Sicherung von Waldwegen. Nicht vergütet wird auch CO2-Speicherung, der Erhalt der Artenvielfalt und der Schutz von Luft, Boden und Wasser.

Weltweit sind ungefähr 1,6 Milliarden Menschen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes von den Wäldern abhängig. Für die Zukunft des Wirtschaftsfaktors Wald muss deshalb weiterhin darauf Wert gelegt werden, eine nachhaltige Forstwirtschaft zu betreiben und die vorhandenen Ressourcen nicht auszuplündern.


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